Besondere Zeiten erfordern besondere Ideen. Relevante Ideen, die auf Expertise fußen aber auch solche, die über das Bekannte hinausgehen. Ideen jenseits Komfortzone.

Eine solche – inzwischen lebendige – Idee ist THE FEED RETHINKERY.  

Wie viele andere Branchen, steht die Futtermittelindustrie in Europa vor großen Herausforderungen. Den steigenden Anforderungen in der der Dokumentation nachhaltiger Geschäftspraktiken stehen ein Mangel an spezialisierten Fachkräften und entsprechende Mehrkosten gegenüber. Wir haben THE FEED RETHINKERY geschaffen, um hier Abhilfe zu schaffen. Ob effiziente Beratung oder durch tatkräftige Mitarbeit – es ist unser Ziel, unseren Kunden den Arbeitsalltag langfristig zu erleichtern, Innovationen voranzutreiben und gleichzeitig den großen Wandel im Agrar- und Lebensmittelsektor umzusetzen, der von Politik und Gesellschaft gefordert wird.  

Generationsaufgaben

Jede Generation hat ihre spezifischen Aufgaben. Es waren unsere Großeltern, die aus den Diktaturen Europas demokratische Systeme und eine Wirtschaftsgemeinschaft formten. Sie schafften eine Gesellschaft frei von Hunger, verbesserten die Gesundheitsversorgung und senkten die globale Kindersterblichkeit maßgeblich. Die Generation unserer Eltern formte die Europäische Union, schuf Wohlstand und individuelle Freiheiten. Heute haben wir in Europa niedrigschwelligen Zugang zu jeder Art von Lebensmittel, Bildung und einem weitreichenden Gesundheitssystem. Technologische Fortschritte haben den Alltag revolutioniert. Die Generationen vor uns erreichten nach dem 2. Weltkrieg einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung, stärkten europäische, wie globale Vernetzung und förderten eine Innovationskultur, die unzählige Möglichkeiten eröffnet hat. Einfache Belege dessen sind die seitdem weltweit steigende Lebenserwartung und die höchste menschliche Populationsdichte in der Geschichte unseres Planeten.

Effizienzsteigerungen der Landwirtschaft ermöglichen Wohlstand in Europa

Einer der Hauptgründe dieser Entwicklungen ist der rasante Fortschritt der Landwirtschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Effizienz im Agrarsektor immens. Während ein deutscher Landwirt 1960 insgesamt 17 Menschen ernähren konnte, sind es heute 147 Personen. Ein konkretes Beispiel aus dem Nutztierbereich: 1957 wurden 120 Tage und entsprechende tägliche Futterressourcen benötigt, um ein Huhn auf 1,4 kg Schlachtgewicht zu mästen. Im Jahr 2022 sind es lediglich 37 Tage bis zu einem Schlachtgewicht von 2,3 kg.  Die Kombination aus Zucht, Haltung und Ernährung hat allein in den 15 Jahren zwischen 2007 und 2022 eine Reduzierung des Futteraufwandes um 15 % erreicht. Das bedeutet, dass es heute weniger als 1,3 kg Futter bedarf um 1 kg Geflügelfleisch in knapp einem Monat zu produzieren. Die Folge: In der EU sind tierische Lebensmittel auch für einkommensschwache Haushalte im täglichen Einkauf erschwinglich. Grundsätzlich machen die Kosten für Lebensmittel nur noch einen geringen Anteil der Lebenshaltungskosten aus, was mehr Konsum – auch in anderen Wirtschaftsbereichen – ermöglicht.

Die Herausforderungen von heute

In Anbetracht weltweit zunehmender Extremwetterereignisse, Ökosystemschädigungen und Biodiversitätsverluste ist heute klar, dass das klassische Wirtschaftssystem auf endlichen Ressourcen basiert und ökologische wie soziale Herausforderungen externalisiert. Der Agri Food Bereich mit einem Anteil von mindestens 26 % an den weltweiten Treibhausgas Emissionen steht dabei besonders in der Kritik, was durch den Fokus des europäischen Green Deals und die konkrete Farm-to-Table Strategie für diesen Wirtschaftsbereich untermauert wird. Hinzu kommen die gesetzlichen CSRD Anforderungen

Und so betrachten wir es als zentrale Aufgabe unserer Generation, das von unseren Eltern und Großeltern geschaffene Wohlstandssystem so weiterzuentwickeln, das ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte gleichwertig betrachtet werden. Dass auch zukünftige Generationen ihre Grundbedürfnisse in dem Maße erfüllen können, wie wir es heute in Europa tun. Aus unserer Sicht darf nicht ignoriert werden, dass die jüngeren Generationen bereits heute ernsthaft um ihre Zukunft fürchten.

Aus diesem Grund verlassen wir mit THE FEED RETHINKERY unsere Komfortzone und stellen hiermit unsere Expertisen in den Dienst zukunftsfähiger Ernährungssysteme.

 

 

Unsere Expertise für den Futtermittelsektor

Anna (Wissenschaftlerin, Gründerin):

Ich habe 2004 mein Studium der Agrarwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg begonnen und nach dem Abschluss als Dipl.-Ing. an derselben Universität über den Aminosäurestoffwechsel des Schweins promoviert. Die praktische Arbeit mit diesen intelligenten Tieren hat mich für immer begeistert. Es ist die Neugier, die uns vereint, die mich in der universitären Forschung hielt und auch anderen gängigen Nutztierspezies näherbrachte. Es folgten PostDoc-Stationen an der Autonomen Universität von Barcelona, sowie der Freien Universität Berlin in denen ich industrienahe Forschungsprojekte managte und zahlreichen Unternehmen der Futtermittelbranche in Berührung kam. Heute blicke ich dankbar auf Forschungskooperationen und Vortragsreisen mit u.a. Ajinomoto Inc., Indukern S.A., Kaesler Nutrition GmbH, Metex Noovistago (vormals Ajinomoto Animal Nutrition Europe S.A.S & Eurolysine S.A.S.) und Orffa zurück.

Als Teil der Arbeitsgruppe von Professor Zentek an der Freien Universität Berlin startete ich 2019 mein ehrenamtliches Engagement in der Tierversuchskommission des Landes Berlin und begutachte seitdem regelmäßig Forschungsanträge aus der Region. Die Kombination dieser Tätigkeit und meiner eigenen tierexperimentellen Erfahrung verschafft mir weitreichende Kenntnisse im Tierversuchswesen, insbesondere der Optimierung von Tierstudien hinsichtlich Tierwohl und Effizienz (Stichwort 3R). Diese konnte ich erfolgreich in meine Tätigkeit als Scientific Affairs Manager bei Kaesler Nutrition GmbH einbringen.

Einen weiteren Meilenstein bildet eine tiefgreifende Auftragsrecherche zum Klimawandel, die mir einerseits den akuten Handlungsbedarf aber auch das große Potential der Landwirtschaft inklusive Tierhaltung in einer Bioökonomie verdeutlichte. Darauf aufbauend erwarb ich 2024 in qualifizierten Weiterbildungen die TÜV-Zertifizierungen im Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement, sowie als Umweltbeauftragte.

Die Summe meiner Erfahrungen und Kenntnisse bildet die Grundlage für die wissenschaftlichen und technischen Services, die wir über THE FEED RETHINKERY der Tierernährungsbranche zur Verfügung stellen.

Eneko (Grafik Designer):

Ich ergänze die inhaltliche Arbeit an Tierernährungs- und Umweltthemen mit visuellen Ideen und bin damit verantwortlich für die kreativen Services der FEED RETHINKERY. Als Sohn eines Künstlers beschäftige ich mich seit Kindertagen mit Farben und Formen und arbeitete nach der schulischen Ausbildung direkt im väterlichen Atelier. Nach einem Abstecher in die Welt des Sport- und Veranstaltungsmanagements, knüpfte ich 2020 mit einem Grafik Design Studium an der University of West London daran an. Seit Ende 2021 arbeite ich als Grafik Designer in Berlin. Im Jahr 2023 erhielt ich den ersten Auftrag aus der Futtermittelindustrie und meine Begeisterung für naturwissenschaftliches Design war geweckt. Die Kombination meiner grafischen und Annas fachlicher Expertise mit den Anforderungen der neuen CSR-Gesetzgebung an transparente Unternehmenskommunikation bedingte die Idee zu THE FEED RETHINKERY. 

 

Neben unseren wissenschaftlichen, technischen und kreativen Dienstleistungen rund um Futtermittel werden wir über den THE FEED RETHINKERY Blog regelmäßig Einblicke in Themengebiete aus unserem Geschäftsbereich bereitstellen. Freuen Sie sich auf erhellende Beiträge zu Themen wie Kreislauferschließung und Nachhaltigkeitsdimensionen, Tierwohl in Forschung und Praxis und natürlich allen relevanten Updates zur CSRD-Gesetzgebung.

Letztere mag uns aus heutiger Perspektive unserer Komfortzone entlocken, jedoch verspricht sie wertvolle Erkenntnisse für eine erfolgreiche Zukunftsausrichtung. Und eventuell bewerten wir sie in einiger Zeit rückblickend dann doch als großartig.

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